DER VEREIN
alba.lateinamerika lesen e.V. ist ein Verein für den kulturellen Austausch zwischen Lateinamerika und Deutschland. Seit 2012 geben wir die mehrsprachige und illustrierte Zeitschrift alba heraus, in der noch unbeachtete Werke der lateinamerikanischen Literaturen übersetzt und veröffentlicht werden. Die Redaktion besteht aus Übersetzer*innen, Literaturwissenschaftler*innen und Literaturbegeisterten. Neben der Herausgabe der Zeitschrift organisieren wir literarische Veranstaltungen, leisten Pressearbeit und lesen unermüdlich.
Für uns bilden sich die eindringlichsten Literaturen in Bodennähe. Am Rand des Literaturbetriebs, noch außer Reichweite der Kanonisierung durch Preise, Messen, Agent*innen und ohne Zugang zum internationalen Literaturmarkt entstehen permanent Texte, die überraschen, bewegen und verstören. Als unabhängiger Verein suchen wir vor allem diese Texte und übertragen sie ins Deutsche. Dabei ist die literarische Qualität und das Energiepotenzial der Literatur das, was uns bewegt.

Luisa Donnerberg
Luisa Donnerberg ist Übersetzerin, Übertitlerin und Redaktionsmitglied der Zeitschrift alba.lateinamerika lesen. Ab Herbst 2019 arbeitete sie für zwei Jahre am Berliner Instituto Cervantes in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ihre übersetzerische Tätigkeit ist breit gefächert; sie überträgt Lyrik, Prosa, Theater- (u. a. Lola Arias) und Sachtexte aus dem Spanischen und Englischen ins Deutsche. Darüber hinaus organisiert sie Kulturveranstaltungen, nimmt an Lesungen teil, moderiert. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung „Nach Trans“ der spanischen Philosophin Elizabeth Duval beim Wagenbach Verlag und der Gedichtband „Eine Sternwarte im Badezimmer“ (ELIF Verlag) des Chilenen Tomás Cohen, in der die deutschsprachigen Fassungen den spanischsprachigen Originalen gegenübergestellt sind.

Natalia del Carmen Eduardo
hat Kulturwissenschaften und Philologie an der Universität Potsdam studiert und einen MA in Lateinamerikastudien an der Freien Universität Berlin erworben. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Philosophie und Soziologie von Wissenschaft und Technologie, historisches Gedächtnis und Gender Studies. Als Kulturmanagerin und Aktivistin ist sie auch Mitglied des guatemaltekischen Kollektivs VOCES. Sie ist begeisterte Radfahrerin und Autorin von Gedichten und Kurzgeschichten.

Diana Figueroa
hat einen Bachelorabschluss in Philosophie und ist Masterstudentin der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. 2018 veröffentlichte sie das Buch "Fealdad, gracia y libertinaje. Estética y modernidad en el pensamiento colombiano [1940-1960]", das das nationale Förderprogramm des Kulturministeriums in Kolumbien gewann. Derzeit beschäftigt sie
sich aus einer postkolonialen Perspektive mit der Frage, wie in musealen und medialen Darstellungen ein gerechterer Wissensaustausch zwischen verschiedenen Epistemologien und Geopolitiken erreicht werden kann. Sie übersetzt aus dem Deutschen ins Spanische.

Amaya Gallegos
Amaya Gallegos Eytel (geb. 1990) ist Übersetzerin aus dem Spanischen und lebt in Berlin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin sowie Philosophie und Germanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und an der Universität Kopenhagen. Seit 2018 ist sie Redaktionsmitglied der Zeitschrift alba.lateinamerika lesen. Sie übersetzt die Gedichte der ecuadorianischen Dichterin Elsye Suquilanda und performte mit ihr u. a. für das Festival Barrio Berlin (2024), das Siesta Festival (2022), die Keller-Revue im Brecht-Haus (2022) und die Latinale (2023). Für alba übersetzte sie außerdem Gedichte von Guido Eytel, Valeria Tentoni, Amarilis Tavárez und Cecilia Vicuña sowie eine Kurzgeschichte von Juan Cruz Balián. 2023 erschien in ihrer Übersetzung die zweisprachige Ausgabe des Kurzgeschichtenbandes Zwei Kinder aus dem Königreich Wang des kubanischen Autors Santiago Díaz Menéndez. Im November 2025 erschien der Gedichtband Hueco der argentinischen Dichterin Verónika Mortissandi im Verlag Abrazos mit ihren Übersetzungen. Amaya Gallegos Eytel arbeitete von 2020 bis 2024 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.

Laura Haber
schloss 2016 den weiterbildenden Master Literarisches Übersetzen an der LMU München ab. Anfang 2017 kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie im journalistischen und literarischen Bereich arbeitet und sich in der alba-Redaktion engagiert. Seit mehreren Jahren ist sie außerdem Redaktionsmitglied, Autorin und Übersetzerin der Monatszeitschrift Lateinamerika Nachrichten, für die sie insbesondere eine zweisprachige Lyrik-Seite koordiniert. Sie übersetzt aus dem Spanischen, Französischen und Portugiesischen ins Deutsche.

Inés Noé
hat Kultur- und Literaturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina und an der Universidad de Buenos Aires studiert.
Seit 2020 ist sie ehrenamtliches Redaktionsmitglied bei alba.lateinamerika lesen und übersetzt aus dem Spanischen.
Sie liebt Literatur, vor allem (avantgardistische) Poesie, Bolaño und Autofiktion. In ihrer Masterarbeit beschäftigt sie sich mit den Crónicas des bolivianischen Schriftstellers Víctor Hugo Viscarra, dessen bislang womöglich einzige ins Deutsche übersetzte und gedruckte Textpassage in der alba#2 erschienen ist.

Susana Mogollón Guarín
Susana ist in Kolumbien geboren und aufgewachsen und lebt in Bonn. Sie studierte Deutsche Sprache und Literatur und Romanistik in Köln und schloss den Master in Literaturübersetzen an der HHU ab. Seit 2011 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin ins Spanische. In den letzten Jahren hat sie auch an verschiedenen Übersetzungs- und Untertitelungsprojekten ins Deutsche teilgenommen. Seit dem Sommer 2023 ist sie ehrenamtliches Redaktionsmitglied von alba.lateinamerika lesen.

Douglas Pompeu
ist Literaturübersetzer und Autor. Er übersetzte ins Portugiesische die erste Auswahl von Kurt Schwitters Gedichte in Brasilien, Regentonnenvariationen (2014) von Jan Wagner und Wanderungen mit Robert Walser (1957) von Carl Seelig. Eine seiner Erzählungen ist in Lingua Franca (Art In Flow, 2019) erschienen. 2022 publizierte er in São Paulo den Lyrikband habeas corpus. 12 sonetos e uma ode pública.

Laura Rogalski
studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Pontificia Universidad Javeriana Bogotá mit den Schwerpunkten soziologische und politische Theorien sowie Kultursoziologie. Ihr Studium schloss sie mit einer Arbeit über neurechte Literaturkritik ab. Derzeit promoviert sie am Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste (Freie Universität Berlin) zu Kunst und Aktivismus. Seit 2022 ist sie ehrenamtliches Redaktionsmitglied von alba.lateinamerika lesen und übersetzt aus dem Spanischen ins Deutsche.

Cynthia Alexandra
Autorin, Redakteurin und Forscherin. Sie hat Hispanistik studiert und macht einen Master in Transromanischen Studien und Digital Humanities an der Georg-August-Universität Göttingen. Derzeit arbeitet sie am Projekt „Circulante y actuante: Weibliche Autorschaft und Transnationalität im iberoamerikanischen Raum (1910-1940)“, wobei ihr Forschungsschwerpunkt auf den Avantgarden in der Andenregion liegt. Als Autorin hat die plaquettes Animal Baldío (2023) und Vibrando Bajo (2024) sowie Kurzgeschichten und Erzählungen geschrieben. Gegenwärtig vertieft sie die Bedeutung der Science-Fiction-Literatur durch Workshops und kreative Schreibwerkstätten bei ihrem Projekt Andesground.



